Pimp My Team (1) – Was Menschen motiviert

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Ein Buch, welches ich in meiner Rolle als Leiter einer “Non-profit” Organisation normalerweise wohl nie in die Hände genommen hätte, ist der Titel Gung Ho von Ken Blanchard und Sheldon Bowels.
Der eher mystisch wirkende Titel entpuppte sich beim Lesen als Schlachtruf, mit dem sich eine Eliteeinheit der US-Marine gegenseitig anfeuerte. Das Buch wurde für mich zu einer Goldgrube in Bezug auf Teambuilding. Es schildert auf einfache, sehr bildliche Weise, wie jedes Team die Höchstform erreichen kann.
Drei Beispiele aus der Tierwelt sollen aufzeigen, wie man als Leiter seine Mitarbeiter richtig verstehen, entsprechend einsetzen, und so die gemeinsame Arbeit optimieren kann. Heute wollen wir uns diese Beispiele im Detail ansehen; — in den nächsten Einträgen wird es dann darum gehen, wie sie uns helfen können, die Arbeit im Team zu optimieren.
Verschiedene Perspektiven
Das Eichhörnchen steht bei Blanchad und Bowels als Symbol für sinnvolle Arbeit. Eichhörnchen sind fleißige Sammler. Und sie sind so fleißig, weil ihre Arbeit sinnvoll ist: Im Sommer sammeln sie Vorräte für den Winter.
Die Arbeitsweise des Bibers ist gekennzeichnet durch Selbstbestimmung. Jeder Biber bearbeitet seinen Stamm auf seine Weise; — er erledigt seine natürlich Aufgabe in Perfektion, aber er allein entscheidet wie die Arbeit erledigt wird.
Die Gans zeichnet sich durch Begeisterung aus. Gänse schnattern den ganzen Tag als würden sie sich gegenseitig beständig anfeuern. Von dieser Kommunikation leben sie.
Nun stellt sich die Frage, wie man all diesen Bedürfnissen gerecht werden kann. Aber: Es ist möglich.
Betrachten wir zunächst die Bedürfnisse des Eichhörnches, für das der Sinn der Arbeit im Vordergrund steht:
Kenne und kommuniziere den Sinn Eurer Arbeit!
Verschwende Deine Zeit nicht damit, Deine Mitarbeiter “zur Arbeit” antreiben zu wollen, denn “die Arbeit” ist kein Selbstzweck. Richte den Blick Deines Teams darauf, was Eure Arbeit — im Idealfall — bewirkt. Im Vordergrund stehen Menschen; nicht Produkte oder Dienstleistungen.
Schaffe ein Bewusstsein in den Teams, dass sie einen Beitrag leisten, die Welt besser zu machen! Das Ergebnis ist ein gutes Selbstwertgefühl – ein Gefühl, das genauso mächtig ist wie Hass und Liebe. Eine stärkere Motivation kann es kaum geben.
Halte das Ziel hoch!
Ein gemeinsames Ziel muss von allen akzeptiert sein und darf nicht von oben diktiert werden. Erfahrungsgemäß setzen Menschen sich immer am stärksten für etwas ein, an dessen Entstehung sie beteiligt waren.
Das bedeutet auch, dass Teamleiter Dein Vertrauen haben müssen, wenn es darum geht Zwischenziele zu definieren, Aufgaben zu delegieren und auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren. Dein Vertrauen wird sie motivieren, kreativ zu werden und ihre Potentiale frei zu setzen.
Definiere Deine Werte!
Ziele sind für die Zukunft da, Werte bestimmen das Hier und Jetzt. Ziele werden gesetzt, Werte werden gelebt. Ziele geben den Anstoß, Werte aber halten Bemühungen in Gang und geben der Arbeit ihren Sinn.
Bist Du in Deinen Werten unklar oder inkonsequent, so kommunizierst Du vor allem eins: Alles ist verhandelbar. Damit schwächst Du gleichzeitig auch den Sinn jeglicher Arbeit in Deinen Teams. Wenn alles sich von jetzt auf gleich ändern kann, wie sollen Deine Eichhörnchen dann darauf vertrauen können, dass ihre Arbeit langfristig ihren Sinn behalten wird?
Nicht zuletzt aus diesem Grund sollten die Werte in jeder Origanisation und jedem Team nicht stiller Teilhaber, sondern eher Chef sein.
Soviel zu den Bedürfnissen des Eichhörnchens. Am Mittwoch werden uns damit beschäftigen, wie man dem Biber die dringend benötigte Freiheit einräumen kann.
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June 8th, 2010 at 17:56
Hi Stefan, ich dachte schon Du bist im Urlaub…Uff. Habe täglich auf einen neuen Blogeintrag erwartet und heute ist er da, wie schön. Wenn Du mal länger nicht schreibst wird mir bewusst wie gerne und häufig ich Deinen Blog lese! Thx so much. Gruß Connilynn
June 9th, 2010 at 10:39
Hi Conni, ich war tatsächlich für eine Woche in den USA und habe mir einige “churches” angesehen. War sehr inspirierend in Sachen Leiterschaft. Demnächst mehr dazu auf dem Blog. Danke für dein positives feedack!
June 14th, 2010 at 16:58
[...] Blanchard und Sheldon Bowels nutzen, wie letztes Mal beschrieben, 3 Beispiele aus der Tierwelt, um verschiedene Arbeitshaltungen und Bedürfnisse zu [...]