Stefan Hänsch

inspirieren – prägen – bewegen

ampel rot

Viele kreative Meetings scheitern an einer schlechten Moderation. Der Moderator kann Geburtshelfer vieler neuer Ideen sein, er kann sie aber auch abwürgen und dauerhaften Schaden anrichten: Wenn Mitarbeiter nämlich die Überzeugung gewinnen, kreative Sitzungen müssten so ablaufen, und froh sind, wenn sie diese überstanden haben. Deshalb hier die fünf erfolgreichsten Kreativitätsbremser und wie du sie überwindest.

Der unsichere Moderator

Er verhaspelt sich, ist schlecht vorbereitet, kann Vielredner nicht stoppen, weiß nicht, wann er zum nächsten Punkt überleiten soll, kann die Ergebnisse der Sitzung nicht zusammenfassen.

Der Alleinunterhalter

Er spielt sich in den Vordergrund, macht “witzige” Kommentare und hält sich wegen seiner “lockeren Art” für einen souveränen Sitzungsleiter.

Der Ungeduldige

Ihm geht alles nicht schnell genug. Er setzt die Teilnehmer unter Druck, geht gleich zum nächsten Punkt, sobald die Diskussion auf der Stelle tritt.

Der Kreative

Ihm fällt während der Sitzung auch allerhand ein. Und so äußert er seine eigenen kreativen Ideen. Das kann sehr bereichernd sein, nur steht die Gruppe plötzlich ohne Moderator da.

Der Beleidigte

Er fühlt sich persönlich für die Ergebnisse der Diskussion verantwortlich und faßt es als Kränkung auf, wenn keine Vorschläge kommen.

Niemand erwartet von Dir, dass Du auf Anhieb perfekt morderierst. Du kannst jedoch viele Fehler vermeiden, wenn du dich auf Deine Moderation vorbereitest. Mach dich mit Kreativitätstechniken und dem Ablauf des meetings bekannt. Übe vorher deine Moderation. Wenigstens die Einleitung sollte dir locker über die Lippen gehen.

Darüber hinaus schadet es nicht, wenn Du Dir für folgende Situationen ein paar Sätze zurecht legst – gerade wenn Du zum ersten Mal moderierst.

  • Einleitung und Begrüßung
  • alle Überleitungen
  • den Anstoß zur Diskussion
  • Vielredner stoppen
  • unsachliche Beiträge zurückweisen
  • ausfällige Teilnehmer zur Ordnung rufen
  • dein Schlußwort

Wenn du darauf vorbereitet bist, hast du einen guten Rahmen geschaffen um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Führe kurz und präzise in das Thema ein, bemühe dich um Objektivität und halte dich als Moderator im Hintergrund. Setze alles daran die kreativen Gedanken der anderen Teilnehmer herauszukitzeln. Greife sofort ein, wenn jemand unsachlich wird, ihr vom Thema abweicht oder sich die Gruppe an einem Punkt “festbeißt”. Bring die Diskussion wieder in Gang, wenn sie ins Stocken geraten ist. Nicht durch eigene Vorschläge, sondern indem du die Teilnehmer motivierst und ihnen Fragen stellst. Achte darauf zeitliche Vorgaben einzuhalten und gib den Teilnehmer Orientierung. Fasse Diskussionspunkte immer wieder zusammen. Sei sensibel und ermuntere zurückhaltende Teilnehmer sich zu beteiligen. Beschließe das Meeting mit einem positiven Ausblick. Fasse die Ergebnisse noch einmal zusammen und bedanke dich bei den Teilnehmern. Auch ein Hinweis was mit den Ergebnissen geschieht ist an der Stelle sinnvoll.

Wenn du in diese Richtung arbeitest bin ich davon überzeugt, dass noch viele unausgesprochen gute Ideen gehört und umgesetzt werden. Sei ein Geburtshelfer von Ideen, die vielleicht aus dem Rahmen fallen, aber genau deshalb das Potential haben in dieser Welt etwas zu nachhaltig zu verändern.

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